Freitag, 20. Dezember 2013

Jauchzet! Frohlocket!


Mit diesen ersten Worten aus dem Eingangschor aus dem Weihnachtsoratorium von J.S. Bach grüße ich Euch zum 4. Adventswochenende und zur Weihnachtszeit.


In diesem Jahr habe ich dieses wunderschöne Lied zum ersten Mal selber in einem Chor mitgesungen. 
Als die Chorleiterin mit den Proben dazu im September anfing, habe erst einmal große Augen gemacht.
Auch wenn ich gern Sopran singe, bis zum a'' , dem "hohen A" kam ich nicht so spielend. Und dass sollten wir bis zum 19. Dezember schaffen?- Niemals!


Wir haben es geschafft, es war ein unglaublich schönes Klangerlebniss, dieses wunderschöne Stück (nicht das ganze Oratorium, nur das Anfangsstück) beim Schulkonzert mit dem Elternchor und Orchesterbegleitung zu singen! Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit dem Singen ähnlich ist, wie mit dem Sport: es ist alles eine Frage der Übung und der Kondition. Dank täglichem Ingwertee-konsum habe ich jeden Anflug von Erkältung abgewehrt und dann am vergangenen Donnerstag tatsächlich von ganzem Herzen und aus voller Kehle mit den andren Sopranistinnen das hohe A geschmettert! 


Als Dankeschön habe ich unserer Chorleiterin ein geweißeltes Zweiglein geschenkt. Er ist behängt mit kleinen Sternen, die ich aus altem Notenpapier (nicht Bach...) , goldbedrucktem Transparentpapier und goldenem Papier gefaltet hatte. An jedem Stern hängt eine Textphrase aus einem anderen Stück, dass wir beim Konzert gesungen haben. 

Unserer Chorleiterin widme ich diesen kleinen Prosatest:

Freundin Musik
wie flüchtig
ist deine Berührung
dein Klang
kraftvoll und
zart
du
lockst und befreist
führst in die Weite
über die Grenzen hinaus
lehrst uns
die Sprache der Engel
Musik


Ich wünsche Euch ein schönes, 4. Adventswochenende 
und gesegnete, freudige Weihnachten!


Sonntag, 8. Dezember 2013

Kreuzchen machen....




Als ich auf dieses Buch ("Winterwunderland" / acufactum Verlag) gestoßen bin war ich hin und weg. Feine Kreuzstickereien, wunderschön in Szene gesetzt und mit sichtbar viel Freude fotografiert! Nordisch inspiriert, die Farbskala wie oben zu sehen herbstlich - weihnachtlich. Die meisten Motive haben es mir sehr angetan, und:  juhu, bald kommen die Weihnachtsferien, da werde ich sticken was das Zeug hält! Bislang hatte ich mit Kreuzstickereien des dänischen "Blomstergarns" gearbeitet. Ich mag das matte, 2 - fach gezwirnte Garn sehr gern. Die Stickereien in diesem Buch werden mit Garn der Wuppertaler Firma V& H gestickt. Auch ein mattes, 2 - fach gezwirntes Baumwollgarn. Die Motive sind nicht ganz so fein schattiert, wie ich es vom dänischen Design her kannte, das macht das Sticken aber auch etwas leichter und vor allem: schneller. Jetzt muss ich mir nur noch einen kleinen weißen Rahmen kaufen und das erste Werk kann die Wand schmücken. Aber auch als Mittelstück in einen Patchwork-Kissenbezug kann ich mir gut vorstellen. oder, oder.... mal sehn.
Auf alle Fälle macht das Buch Lust auf mehr. (das nächste Stück ist schon unter Nadel und Faden, sozusagen) Und das Schöne beim Sticken ist, dass ich meine Gedanken zur Ruhe kommen lassen kann, das etwas Schönes unter meinen  Händen entsteht, etwas, das bleibt, für mich oder dass ich an andere verschenken kann.
Und was werkelt ihr im Advent? Mal sehn was in dieser Woche los ist am Dienstag beim Creadienstag und am Donnerstag beim RUMS... (wird dann entsprechend verlinkt)

(Das nötige Material habe ich hier bestellt.)

Habt es richtig schön und gemütlich!


Montag, 25. November 2013

Notausgang




Ich mag ja gern erzählen. 
Von seltsamen Treffen in winterlichen Cafés,von Reisen und andren Dingen, Gestricktem, Genähtem und was weiß ich noch.
Heute erzähl ich euch von mir. Sehr persönlich.
Einige konnte es hier und da lesen: ich arbeite als Erzieherin, 100%.
Die letzten 5 Jahre habe ich einen Kindergarten geleitet. 
Es war eine Arbeit, die mir Freude gemacht hat, die aber doch immer mehr zur Belastung wurde. Ich habe zwar ein gutes Echo von den Eltern und vom Träger bekommen,war aber auf Dauer nicht glücklich. Immer wieder, immer häufiger kam ich an dem Punkt vorbei an dem die Frage stand: willst du wirklich was du da tust?
Immer wieder, erst leise, dann lauter kam meine Antwort kurz und bündig: nein.
In diesem Sommer habe ich die Reißleine gezogen.
Das Bild oben habe ich einen Tag danach, beim Lichterfest auf dem Stuttgarter Killesberg aufgenommen. Es passte zu meiner damaligen Situation so gut. 
Für Aussenstehende überraschend, für die Menschen, die mich wirklich begleitet haben verständlich, hab ich meine Chefin gebeten, mich gehen zu lassen. Hab eine unbefristete Stelle als Leitung gegen eine bis zum nächsten Sommer befristete Stelle als "Zweitkraft" in der Gruppe einer anderen Kigaleitung in einem andren Kiga angenommen. Karriereleiter 2 Schritte runter. Na sowas. Warum? 
Ich hatte im Frühjahr einen Satz im Internet gelesen:

Ask yourself if that what you are doing today is getting you closer to where you want to be tomorrow.

Nun kündige ich ja nicht, weil ich einen Satz im Internet gelesen habe. Aber er hat für mich den Nagel auf den Kopf getroffen und einen Anstoß gegeben. Denn die Frage, wo ich den eigentlich hin will, kam auf. Also habe ich mich wieder auf den Weg gemacht und bin eine Reisende geworden. Ich frage mich, wo hin die Reise geht. Das Ziel kristallisiert sich heraus, aber ich bin noch nicht angekommen. An meiner neuen Stelle kann ich schwerpunktmäßig mit Musik, Rhythmik und kreativem Gestalten arbeiten. Endlich habe ich ganz viel Zeit dafür. Ein buntgemischtes Kindervölkchen, multikulti, macht mict mir Musik, Bewegung, Kunst...  Und hierin möchte ich meine Energie in den nächsten Jahren stecken, denke ich. Und gern an andere Kolleginnen weitergeben, was mich daran so fasziniert. 

Zu meinem Sohn, der jetzt 16 Jahre alt ist, habe ich immer wieder gesagt: "Wähl nur einen Beruf, ein Studium, wenn du dafür brennst. Sonst lass es lieber! Aber wenn du dafür brennst, dann geht auch immer irgendwie weiter!" - und dann, habe ich gedacht, kann ich doch nicht das Gegenteil machen, oder? 
Die neue Arbeitsstelle macht wirklich Spaß, ich geh gern dort hin. Das Team ist gut, es ist eine gute Atmosphäre dort. Ich darf meine Talente einbringen und ich bin so dankbar, dass es so ist, wie es ist. Mit weniger Verantwortung einerseits und mehr Hingabe an andre Bereiche andererseits. Ich bin froh, dass ich den Mut aufgebracht habe laut Stopp, Hilfe, wo bitte ist der Notausgang?!! zu rufen. Dass ich das Hamsterrad angehalten habe. Und rausgesprungen bin.
Meine kreativen Energien brauch ich derzeit für die Vorbereitung meiner Rhythmikstunden... und das macht irre Spaß! - darum ist es hier im Blog etwas stiller geworden.
Ich möchte mit diesem Beitrag andre ermutigen, die für sich selber ähnliche Gedanken bewegen.
Für mich war es richtig und wichtig, eine Antwort auf die Frage oben zu finden. Und dann auch danach zu handeln. Und ich bin fröhlich gespannt, wie es nun weitergeht.

Seid herzlich gegrüßt, 


Sonntag, 10. November 2013

Eile mit Weile

MONTAGsGRUSS

"Ma' eben" sagt man in meiner Westfälischen Heimat, "g'schwind"im Schwäbischen, "nur noch kurz" sagt das Gleiche aus. Ich geh noch g'schwind in den Keller, ich häng nur noch kurz die Wäsche auf, würdest du mir ma' eben dies oder jenes ....

Genug. Ab jetzt wird gestreikt.

Mir ist nämlich aufgefallen, wie häufig wir hier bei uns zu Hause die Dinge "g'schwind", "ma'eben" und"nur noch kurz" tun. Oder besser: gern tun würden.  "Ich bring noch kurz den Müll runter" - "Ich häng mal g'schwind die Wäsche auf." - 
Aber dann stelle ich fest: es braucht eben doch seine Zeit, es geht ja gar nicht "g'schwind".
Ich habe mich gefragt, was eigentlich hinter diesen eiligen Wörtern steckt.
Ist es so, dass ich die lästige Arbeit am liebsten Ruckizucki erledigt hätte? Klar, es gibt ja auch Schöneres als das Wäsche-aufhängen, das den-Müll-runter-bringen, das Staubsaugen und und und.
Das mach ich dann doch lieber "ma' eben" - wenn ich es schon machen muss. Und ich hoffe dabei, es verbraucht nicht so viel von meiner (freien) Zeit. Ausserdem sind es ja alles Tätigkeiten, die beinahe so nebenbei gemacht werden können. Oder etwa nicht? 
Ja, wenn es denn auch so wäre, wär's ja schön.
Doch leider, leider: alle diese Tätigkeiten brauchen nun einmal die Zeit, die sie brauchen. Ganz egal ob ich sie angeblich "nur noch kurz" oder  in normalem Arbeitstempo abarbeite. 
Und ich merke, dass mich diese eiligen Worte unter Druck setzten. Am Ende des Tages bin ich ein bisschen frustriert, denn was habe ich schon heute erledigt? Nur hier ein bisschen ma' eben und dort nur mal kurz und hier noch was g'schwind, was war denn das schon?
Darum sage ich seit einiger Zeit, ganz bewusst, möglichst nicht mehr "ma'eben", sondern ich hänge die Wäsche auf, solange, wie es braucht, bis der Korb leer ist und die Wäsche hängt. Wenn mein Mann "g'schwind" noch in den Keller geht, dann schick ich ihm ein liebevolles "lass dir die Zeit, die es braucht!" hinter her.
Ich bin zufriedener, es geht mir besser damit, wenn ich diese eiligen Worte ganz bewusst vernachlässige. Ich stelle fest, dass ich jetzt mehr bei dem bin, was ich tue. Nicht langsamer, aber bewusster. Und ich habe Zeit, das zu würdigen, was ich tue.


In diesem Sinne -
seid gut zu eurer Zeit-
denn sie gehört euch!


Freitag, 18. Oktober 2013

Stockholm, du Schöne.....

Teil 1 - alt und wunderschön...

Während in Stuttgart die Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit anliefen,
reisten wir gen Norden,
einmal Stockholm hin und zurück.
Wobei ich mich dann ja immer wieder frage, warum ich eigentlich immer eine Rückfahrt buche...

Mit einer kleinen Reihe von Posts möchte ich euch mitnehmen in die Perle der Ostsee, 
nach Stockholm. Gesehen mit meinen Augen, festgehalten mit meiner Kamera.
Das, was eben so ging, wenn man, wie wir, nur eine halbe Woche Zeit hat.
Da ist "wiederkommen-wollen" fest vorprogrammiert.

Heute also Teil 1 -
Wir haben uns bei diesem Besuch vor allem das alte Stockholm gesucht.
So beginne ich mit Bildern aus der Altstadt, der "Gamla Stan" von Stockholm.


Die schmalen Strassen und Gassen sind gesäumt von hohen, alten Häusern.  Die Farbe Ocker taucht alles in ein warmes Licht. Der Himmel strakend blau, als wir an unserem ersten Tag vor allem Zeit in Gamma Stan verbracht haben. Kleine Läden reihen sich in den etwas breiteren Gassen aneinander, Touristen Schnick Schnack aber auch viele wirklich schöne, ja, typisch nordische Dinge gibt es zu sehen - und zu kaufen.

Ewa i Walla  -  isländische Mode  -  Oleana, aus Norwegen
hilda-hilda (Textiles), Kalika (Spielzeug) 

Am zweiten Tag zog es uns nach Södermalm. 
Hier stehen die großen Häuser, die mich an "Karlsson vom Dach" erinnern...


 Und dann doch noch dazwischen die typischen, kleinen roten Holz - Häuser, alles nur ein paar Schritte voneinander entfernt und eigentlich auch noch mitten in Stockholm.


Am Samstag fährt noch die Museumsstraßenbahn. Es rumpelt und rappelt beeindruckend, wenn sie über die Schienen rattert - und die Stationen werden noch "live" und "ganz in echt" angesagt.


Hat es euch gefallen? 
Beim nächsten Mal zeige ich euch, wo die Nobelpreisfeierlichkeiten stattfinden...
habt eine ein schönesWochenende,

Montag, 14. Oktober 2013

...kommt zum Pflaumenbäumchen....

MONTAGsGRUSS

"Kommt ein kleiner Mann daher,
kommt zum Pflaumenbäumchen.
schaut hinauf und freut sich sehr,
sieht die vielen Pfläumchen.
Und er schüttelt: schwapp, schwapp, schwapp
fallen alle Pflaumen ab.
Männlein liest sie in den Sack,
trägt nach Haus sie Huckepack."

(altes Fingerspiel)

Es ist noch gar nicht so lange her, da bekam ich von einer Kollegin eine Schüssel voll mit Pflaumen, besser gesagt: Zwetschgen.
Ich hatte nicht gedacht, dass Zwetschgen einen derart unglaublich wunderbaren Duft verbreiten können.
Es war, als hätte ich die schönsten Blumen im Haus.
Einen Tag habe ich die Prachtdingerchen auf dem Tisch stehen lassen, 
weil ich den Duft so genossen habe.
Zart fruchtig, blumig, fein, verführerisch, himmlisch...


Aber am nächsten Tag hab ich 
Zwetschgenmus
gekocht:

Im weltweiten Netz habe ich eine interessante Variante entdeckt: 
den zerschnittenen Früchten wird u. a.  eine unreife Walnuss samt ihrer grünen Hülle beigegeben. 
Und was soll ich sagen?
Es ist absolut das Tüpfelchen auf dem i!

3kg Zwetschgen
500g Rohrzucker
1 - 2 Teelöffel gemahlenen Zimt
 8 - 12 Zwetschgenkerne
und eine grüne Walnuss

Alles sanft aufkochen, köcheln lassen, etwa eine halbe Stunde, immer wieder umrühren
dann bei 150° im Backofen weiter köcheln lassen, auch jetzt immer mal umrühren. (Der Kochtopf sollte keine Kunststoffgriffe haben!) Es wird kein Gelierzucker verwendet. weil die Früchte eher eingedickt werden und das fruchteigene Pektin genug ist.
Da es nach 2,5 Stunden zwar noch nicht genug eingedickt war, ich aber dringend ins Bett gehen wollte, hab ich den Ofen ausgemacht und das Mus am andren Tag noch einmal eine 1/2 Stunde gekocht. Pürieren war nicht mehr nötig, nur die Kerne und die Überreste der Walnuss hab ich entfernt.
In Gläser mit Twist-off Deckel gefüllt und die werden nun nach und nach verschnabbuliert.

Noch ein Tipp: damit die Gläser sozusagen steril sind, spüle ich sie heiß aus und stelle sie zum Trocknen bei 100° in den Backofen. 

Ich wünsch euch eine schöne Woche - 
und hier und da eine echte Herbst - Lustbarkeit!


Montag, 30. September 2013

In einem kleinen Apfel...

MONTAGsGRUSS...



Kennt ihr noch dieses kleine Kinderlied?
Jeden Herbst singe ich es wieder mit den Kindergarten -  Kindern. Seit vielen Jahren. Immer noch gern. So wie es meine Mutter früher mit mir gesungen hat.
Ich liebe es, weil es eine einfache Melodie hat und einen schönen Text.
Und es ist so schön, wenn man mit den Kindern dann einen Apfel aufschneidet, so wie auf dem Bild und die kleinen Bübchen in ihren Stübchen sucht... 
Aber das Lied hat für mich noch eine andre Dimension.
Ich singe es so gern mit den Kindern, weil es, wie kaum ein andres, einfaches Kinderlied, das Seelenleben eines jeden  Kindes widerspiegelt. 
Geschützt liegen die Kerne in ihrem Kerngehäuse und sie träumen davon, einmal groß und stark wie ein Baum zu werden, einen guten Stand im Leben zu haben, zu blühen und Früchte zu tragen. 
Davon erzählt das Lied. Voller Hoffnung, voller Zuversicht, das Leben ein einziger Traum, ein schöner Traum.
Und ich wünsche es den Kindern, dass sich ihr Traum erfüllt, 
dass sie groß werden, sich wunderbar entfalten und sich tief verwurzeln dürfen.

Und uns, die wir hoffentlich auch noch Träume im Leben haben, wünsche ich das auch!

PS: was sehe ich denn da? Hat mein Äpfelchen sogar ein 6. Kern-Kerle-Paar? Sonst sind es wirklich 5!
Dann ist das 6. ein besonders hoffnungsfrohes für euch! Auf das eure Träume groß und stark werden mögen!

Donnerstag, 26. September 2013

Mein Islandjunge...

Das "Waldorfpuppen-sew-along" geht weiter...
In den Sommerferien habe ich einen Termin sausen lassen,
macht nichts, ihr seht dann einfach beide Themen zusammen:

Es ging im August um die Gestaltung des Gesichts und die Frisur:
und hier seht ihr das Kerlchen, mit strahlend blauen Augen 
und flachsblonden Haaren:


Wobei Waldorfpuppenkennerinnen sofort sehen: aha, eine Nase, des weiteren Ohren, einen  ausgeprägten Mund... na,na, das hat eine klassische Waldorfpuppe aber nicht! Stimmt. Und da ich meine Puppe ohnehin nicht "Waldorfpuppe" nennen darf, weil der Name geschützt ist, muss ich mich ja auch nicht an die Vorgaben halten. 


Ausgeprägte Gesichter findet man jetzt bei einigen Puppenmacherinnen. Aber das ist eigentlich auch nicht so neu. Ruth Zechlin, hat in den 50er Jahren über die Kunst des Stoffpuppen-machens ein Büchlein verfasst hat, sie erklärt darin, wie man stärkere Wangen, ein Näschen und ein kleines Kinn "modelliert". 

Im Treffen heute geht es darum, das Puppenkind anzuziehen:
Das ein kleiner Isländer natürlich einen "Isländer", also einen Islandpullover haben muss, versteht sich von selbst! Gestrickt aus Vorgarn, also unversponnenem, ungezwirntem Islandwollegarn "Plötuloppi" von der Firma Alafoss. 
Es war gar nicht so leicht, weil ich kein Puppenpullover-Muster dafür hatte. Aber der Pullover bekam stilecht eine Rundpasse mit eingestrickten Farben. Und da, wo mir am Ende doch noch ein paar Farbfleckes fehlten, habe ich sie im Maschenstich eingestickt. Eine Hose? upps. Der erste Versuch war zu eng, darum muss der Hemdenmatz jetzt noch ein bisschen warten, bis Hose Nr.2 fertig ist...


Das Material für die Haare ist: Puppenhaar-Wolle vom "Wollknoll", gehäkelt und kräftig ausgekämmt.
Die "Randfotos" habe ich von unserer Islandreise 2012 mitgebracht. Eigentlich wird es dringend Zeit, davon mal mehr zu zeigen, oder?
*
Jetzt schau ich mal, wie weit die andren Puppenmacherinnen gekommen sind....


Mittwoch, 25. September 2013

Verliebt in Pergola...

Meine neue, große Liebe ist eine echte Schwedin.
Sie heißt "Pergola" und macht aus jedem Alltag einen Festtag.
Erst zog nur eine Henkeltasse bei mir ein,
aber in diesem Sommer habe ich ein ganzes Frühstücksgeschirr adoptiert.
Gekauft, nennt man das wohl ganz profan.


Weil wir in der Nähe des alten Firmensitzes der Porzellanmanufaktur "Rörstrand" am schönen Vänersee, in Schweden, Urlaub gemacht haben, 
weil ich seit Jahren um dieses Geschirr buchstäblich herumschleiche,
weil es jetzt endlich an der Zeit war...
weil, weil, weil, weil...
freu ich mich jeden Tag daran.
Und ich habe tatsächlich bei meinen Baumwollgarnen ein passendes gefunden, aus dem ich kleine Untersetzter gehäkelt habe, damit meine Süßen angenehm stehen können.

Da sitze ich nun, schlürfe Tee oder Kaffee aus meinen Schönen
und freu mich.
Mittwochs,
aber auch an jedem andren Tag, dass ich sie habe,
meine Pergola.
*
dies ist mein Beitrag für:
*
habt es fein,

Montag, 23. September 2013

Wo ist meine Heimat?

Ein MONTAGsGRUSS...

Die "Raumfee" hat mich mit Ihrer Post - Serie zum Thema "Heimat..." inspiriert.
Auch für mich ist das immer wieder eine anrührende Frage:
Wo ist meine Heimat?
Ja, klar, meine Heimat ist zunächst einmal da, wo ich geboren wurde. Das ist im Sauerland, rechts neben dem Ruhrgebiet - und Schalkefans siedeln da schon mal gern den BVB gern an: Lüdenscheid (Nord).
Aber dann kam die Berufsausbildung und es zog mich nach Niedersachse., Celle- eine wunderschöne Stadt. Und später wiederum ziemlich in den Süden, Baden-Würtemberg, gern habe ich einige Jahre in Ulm gelebt, aber dann ging es weiter... und nun lebe ich nahe der schönen Unistadt Tübingen.
Wo ist meine Heimat denn nun?
Hier, wo ich jetzt lebe, spreche ich ja noch nicht einmal die Heimatsprache. Jedenfalls nicht ganz soooo richtig. Und eigentlich zieht es mich ja wieder in den Norden, also noch nördlicher als meine Geburtsheimat. 

Vor einiger Zeit habe ich einen Atelierbesuch bei Tiina Kirs Kern gemacht habe, Bilder und Eindrücke gab es hier zu sehen. Dort habe ich auch diese Skulptur fotografiert. Tiina hat sie aus einem alten Koffer und zwei Händen, die sie aus Draht gestrickt hat, gearbeitet.



Tiina hat deutsche und  finnische Wurzeln. Diese Skulptur setzt sich mit der Frage auseinander, wo denn ihre Heimat sei - in Deutschland oder / und in Finnland? 
Die Antwort, die sie für sich auf diese Frage gefunden hat, berührt mich sehr:

"Ich habe lange überlegt, wo denn meine Heimat ist, bis ich heraus gefunden habe:
meine Heimat ist in den Werken meiner Hände."
sagt sie.

Der Koffer steht für das Umherziehen,die Ortswechsel, das Unterwegssein, für das, was man mit sich trägt, die Hände für das eingene kreative Tun.
In diesem Werk und in dieser Aussage kann ich mich wiederfinden. Auch mir geht es so. Und es ist schön und wohltuend, in den Werken der eigenen Hände ein zu Hause,eine Heimat zu haben.

*
eure JULE


Samstag, 21. September 2013

zehn kleine Fragen...



Da hat es mich also erwischt  - keine Sorge, liebe Katharina,  ich lebe und ich lache noch!
Bevor ich die Fragen beantworte, leiste ich erstmal Abbitte, denn ich habe schon einmal 10 Fragen geschickt bekommen, sie auch brav beantwortet, aber seit dem lagert der Post im Fach für die Entwürfe... nicht nett von mir, weiß ich, sozusagen ein Blogger-Ufo.
Aber ich nehme es zum Anlass um hier und jetzt immerhin diese Fragen zu beantworten und zu posten, jawoll! 

1. "wie hat sich dein Blick auf Bloggs verändert, seitdem du selber bloggst?"
Ich gestehe, dass ich recht spontan zum bloggen gekommen bin. Es gab wenig "Vorlauf" als stille Herumtreiberin auf andren Blogs. Ich bin einfach mal "Rinn-ins-Vergnügen". Ich lese Blogs, die Kreatives zeigen und etwas zu erzählen haben. Seitdem ich selber blogge schaue ich auch gern auf das Layout und die Fotos der andren und hoffe viel dabei zu lernen...

2. Zeigst du uns deine Lieblingstasche.
Klar doch, gern und immer wieder: 

3. Welches ist deine schönste Sommererinnerung?
Die Ruhe in Schweden am See, Sonnenuntergang, dann die Wildgänse, die in Formation über dem Wasser dahin fliegen und meine Lieben bei mir... 

4. Welche Sprache würdest du gerne beherrschen?
poetisch gesagt: die Sprache der Herzen... hach.
Unpoetisch gesagt, aber von Herzen: Schwedisch wirklich beherrschen und nicht nur ein bisschen können, das wäre schon toll - dann ganz unbescheiden, häng ich noch an: isländisch (klingt irre gut! Fast wie elbisch ) und niederländisch (erinnert mich so schön an's Plattdeutsch) 

5. hast du ein Lieblingszitat?
nein - ich hab zur Zeit 2 Lieblingszitate:
"Der Sinn des Lebens kann nicht sein, am Ende die Wohnung aufgeräumt zu hinterlassen!" 
- Elke Heidenreich 
 "Ask yourself if what you are doing today is getting you closer to where you want to be tomorrow." Quelle: Unbekannt
Beide Zitate wirken auf sehr unterschiedliche Weise, aber intensiv, bei mir nach.


6. Wie sieht ein perfekter Samstag für dich aus?
Ja, also: der Wochenendputz ist bereits am Tag zuvor erledigt worden, es gibt auch keine Berge von Schmutz- oder Bügelwäsche. Ausschlafen!!! dann gibt es ein gutes Frühstück. Anschließend ein Bummel über den bunten Wochenmarkt von Tübingen und irgendwo eine Cappuccino genießen? Oder wieder einmal auf dem Sofa die ZEIT lesen, stricken oder  spazieren gehen? Vielleicht doch lieber in die Sauna fahren? Auf alle Fälle ein ausgiebiges Faulsein! Unbedingt! Und am Abend noch ins Kino? Oder lieber "Mäusekino"? So heißt es, wenn wir eine DVD einlegen. 
Ja, so oder ähnlich könnte ein ganz entspannter Herbstsamstag aussehen. Aber ich weiß noch eine Variante, die das Ganze topen kann:
Ein langes Wochenende in Stockholm, perfekter Samstag inclusive!!!! Yeah, bald ist es soweit und mein Mann und ich fliegen für ein paar Tage zu Königs nach Schweden. Ok, Kalle und Sylvia wissen noch nichts davon... aber es wird auch ohne die Zwei eine feine Sache.

7. Wo bewahrst du deine zusammengeklebten Schnitte auf?
Meine Kleiderschnitte übertrage ich auf Folie, neuerdings Baumarktabdeckfolie (geht gut, ist billiger und die Folie ist so riesig, da muss ich nichts zusammenkleben). Den Schnitt stecke ich zusammen mit a) einer Kopie der Anleitung aus dem Heft und b) einem Stoff-fetzen des fertigen Projektes in eine stabile Sichthülle. Und diese Hüllen ordne ich in einen Ringordner ( mit 4 Ringen) ein. So einfach ist das. Schnitte für Taschen und Täschchen liegen zusammengeklappt hinten in dem Buch, aus dem ich sie heraus gezeichnet habe. So habe ich Anleitung und Schnitt immer beieinander.

8. Herbstzauber - kannst etwas damit anfangen? 
Oh, ja! Das hat für mich was mit "Nebel am Morgen", der aus den Wiesen steigt, mit "goldenem Oktober" und schönen Herbstgedichten zu tun. Mit Regentropfenperlenketten in Spinnweben. Mit Laternenlaufen und damit, dass alles wieder leiser wird... die Blätter werden bunt  und tanzen im Wind. Kürbisse leuchten, Zwiebelkuchen duftet und ein gutes Glas Wein steht auf dem Tisch.


9. Welche Superkräfte hättest du gern?
Na, das ist ja mal ne Frage! Die Zeit anhalten können, wenn es schön ist - und sie schneller drehn, wenn ich auf dem Zahnarztstuhl sitze! Und dann gäbe es sicher noch 'ne ganze Menge viel, viel sinnvollerer Dinge, die man tun könnte, wenn man Superkräfte hätte.... aber will ich die wirklich haben, diese Superkräfte? - ich glaube nicht.

10. Welche Frage habe ich nicht gestellt, möchte aber unbedingt einmal von dir beantwortet werden?
Dazu möchte ich das 3. Zitat bemühen, es stammt von einem meiner Lieblings-literaturhelden:

Fragen, Fragen, immer nur Fragen.
Unsichtbar wird der Honig im Magen.
Gib mir ein Rätsel auf; ich werde sagen:
›Da mußt du jemand anderes fragen.‹ 
Pu der Bär
*
in diesem Sinne, 
habt ein schönes Wochenende,
eure JULE


Dienstag, 10. September 2013

Schiffchen Ahoi Nr. 5

Ach, ich bin noch immer mit dem Herzen in Schweden...
es waren wunderschöne 2 Wochen, in einem Haus am Vänersee.
Blauer schwedischer Himmel, das klare Licht des Nordens, Regen, Sonne aber vor allem:
Stille.
Lesen, ausruhen, stricken, sticken, 
Einkaufsbummeln,
Seele baumeln lassen...


Und meine neue Umhängetasche war mit dabei! Noch einmal Schiffchen ahoi....
Noch einmal:
Jag vill har ett hus vid havet...
(Ich möchte ein Haus am Meer haben, 
wo ich den Booten zusehen kann und tun kann was ich will)
Radattel hatte nachgefragt, ... ja, die Schrift ist entstand wieder mal mit der Nähmaschine, diesmal in blau.

Das Schiffchen ist wieder aus feinem Leinen gefaltet, gebügelt und aufgenäht, ganz so, wie man ein Papierschiffchen faltet.


und auf der Rückseite wieder ein paar Häuschen ...
hier spielen ein paar keine Lichtreflexe im Bild...


Den Schnitt habe ich diesmal "frei Schnauze" gemacht, ein Reißverschluss ist eingearbeitet,
der Tragriemen ist diesmal nicht verstellbar, aus Jeansstoff genäht.
Weil ich es irgendwie dann doch recht eilig hatte vor dem Urlaub,
habe ich keine Verstärkung hinein genäht. Es gibt zwar eine eingebügelte Vlieseline, aber es ist eben ein Knuddelbeutel geworden. Da hilft auch das Innenfutter nicht allzuviel.


Jetzt ist mein Set komplett.
Tasche und Stiftetäschchen...

Jag gillar min nya väska!
(ich mag meine neue Tasche!)

Hier bin ich dabei:
Upcycling-dienstag
&
&

Und ich freu mich so allmählich wieder meine Blogrunden bei euch zu drehen, 
die erste Arbeitswoche liegt hinter mir, hier im Süden ist ja irgendwie alles etwas später...
seid herzlich gegrüßt,
eure JULE
*


Montag, 19. August 2013

MONTAGsGRUSS - Sommerslust

Es war einer der heißen Sommertage dieses Sommers.
Ich habe meine Kamera geschnappt und bin eines lauschigen Abends schnell hinübergefahren nach Tübingen. Geliebte alte Unistadt am Neckar.


Ich mag es so gern, wenn das (überwiegend) Jungvolk auf der hohen Mauer sitzt und Seele und Beine baumeln lässt.


Ich mag den Hölderlinturm am Neckar im Abenddunst...


Ich mag die Stocherkähne und diese zwei (mir gänzlich unbekannten) Kerle besonders:
Sommerslust -
Barfuß auf dem Kahn und Gitarrenmusik dazu.


Es lebe das Leben am Fluss!
 Es lebe die Musik!
*
JULE
*

Mittwoch, 14. August 2013

kinkerlitzchen

Manchmal sind es die kleinen Sachen, die Freude machen...


Ein Täschchen für eine Freundin, 
die wir in den nächsten Tagen besuchen werden...


mein heutiger Beitrag zum Creadienstag.

habt es fein,
ich genieße den schwedischen Spätsommer...
mit ab und an Internet im Café - also ohne ergiebige Blogrunden...
*
hälsningar, JULE

Montag, 12. August 2013

MONTAGsGRUSS - am Werk sein

Es ist schon ein Weilchen her, das Lichterfest am Killesberg (Stuttgart).
Ein herrlicher Sommertag der in eine ebenso herrliche Sommernacht überging. Der Höhepunkt ist dann ein gigantisches Feuerwerk mit Musik.
Auf dem großen Parkgelände sind Gastronomie - Stände verteilt und hier und da gibt es Straßenkünstler. So wie diese jungen Männer, die an einem großen Bild gearbeitet haben.


Was mich fasziniert hat, war die Konzentration, die Hingabe, mit der sie an ihrem Werk gearbeitet haben. Mal nah dran am Bild, dann wieder ein paar Schritte Abstand nehmend, wuchs das Bild immer mehr. Teamwork inbegriffen.

 Eine fantastische Unterwasserwelt...


Hingabe, Konzentration, ab und zu auch mal Abstand zur eigenen Arbeit haben...


Dann kann es wirklich gut werden.

Ich wünsch euch eine schöne Woche - herzliche Grüße, JULE

Mittwoch, 7. August 2013

schiff ahoi - 4

Ich hab euch gefragt - und ihr wolltet noch mehr davon sehen.
Hier ist also Schiff ahoi NR. 4, diesmal in einem Set:



In der Stoffhülle hat ein kleines Notizheft Platz genommen, in dem Etui mit gestreiftem Boot werden die Stifte aufbewahrt. So sind Schiff und Logbuch beieinander, wenn mein lieber Mann seine Ferien - Gedanken festhalten will. Ein Sommerlogbuch, ein Ferienschreibmäppchen, ein Reisebegleiter...


Auf der Rückseite ist der Reißverschluss, da werde ich noch etwas üben müssen, bis sich die Linien treffen... aber es ist auch nicht ganz so leicht, bei diesem Schnitt. Und das Logo vorne ist auch etwas aus der Mitte gerutscht... wie heißt das so schön? Lebenslanges Lernen... na, dann, ist ja ok.

Schön, dass ein paar neuen Leserinnen hier so gut gefällt, dass sie wieder kommen möchten, ich freu mich und sag herzlich willkommen!

Und ich konnte es nicht sein lassen - es gibt noch mal was mit Faltboot - der Sommer hat ja noch nicht adieu gesagt, da darf es noch Boote geben, gell?

Herzliche Sommergrüße, JULE