Samstag, 27. Februar 2016

Das kriegst'e gebacken....

Schon lange schaue ich voller Ehrfurcht zu meiner lieben Freundin Rosalie hinüber, wenn sie auf ihrem Blog ihre gebackenen Kunstwerke zeigt. Ihren Beteuerungen, dass das ganze im Grunde ja nicht wirklich schwierig sei und sich auch die Arbeit in Grenzen hält, wollte ich bislang keinen rechten Glauben schenken. 
Aber ich bin nun mal eine von den Selbermacherinnen, die gern was Neues ausprobieren.
Und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis ich mich nicht mehr gegen den Backvirus gesträubt habe und ihm nun gern erlegen bin. Zumal mit einer erfahrenen Bäckerin an der Seite, die mir auch auf weite räumliche Distanz gern mit dem einen oder andren guten Rat beispringt!

Voilá:
hier kommen die Brötchen des heutigen Tages:

Kartoffelbrötchen
mit Walnusskernen verfeinert



Das Rezept stammt aus dem Buch  "Brot backen 1" von Lutz Geißler
eine Fülle an Tipps, Rezepten, etc. finden Brotbackbegeisterte mit oder ohne Erfahrungen auf seinem wunderschön gestalteten Blog  "Plötzblog" 
Was ich hier gerne erwähne ist die Tatsache, dass Lutz Geißler nicht einfach nur Rezepte erprobt, mit sehr guten Anleitungen versieht und seine Bücher vertreibt, sondern auch Ratsuchenden weiterhilft, die sich per Email an ihn wenden. Sowas finde ich einfach großartig.


Am Donnerstag haben wir einen Sack voller Walnüssen geschenkt bekommen, da hab ich gleich mal eine Handvoll Kerne gehackt und mit untergeknetet....

Sind sie da - sind sie weg....
irgendwie sind gute Brötchen nicht lange haltbar....mh, lecker waren sie! 

Mal sehen, was ich am nächsten Wochenende "gebacken kriege"...

Habt es fein,



Montag, 22. Februar 2016

Wichtelwunder im Februar

Schneegeheimnisse... 

Als ich heute in das Blumenbeet schaute, stapfte da, ganz versonnen lächelnd, zwischen den  Schneeglöckchen, ein kleiner, grüner Wichtel umher. Er flüsterte den geschlossenen Blütenköpfen leise Wichtelworte zu, strich mal hier und mal da behutsam mit der kleinen Hand über eine Knospe. Das Laub raschelte kaum vernehmbar unter seinen kleinen Füßchen. 
Ich ging in die Knie, hielt den Atem an und schaute ihm bei seiner Arbeit zu. Denn was sollte es wohl anderes sein, was ich hier beobachten durfte, als die geheime Arbeit eines Schneeglöckchenwichtels...


Als er mich sah, hielt er inne. Aug in Aug standen wir voreinander. Hatte mein Erscheinen ihm Angst gemacht? Würde er verschwinden? Aber nein! Er lächelt weiter, legte den Kopf ein wenig schief und bedeutete mir mit seiner kleinen Hand, doch etwas näher zu kommen.


"Weißt du, wie der Schnee seine Farbe bekam?" fragte er unvermittelt.
Ich schüttelte den Kopf, "Nein, das weiß ich nicht. War er denn nicht schon immer so weiß?" fragte ich erstaunt.
- "Ach, woher denn?!" er schüttelte den Kopf. "Natürlich nicht. Zu Anfang war er durchsichtig. Ganz und gar durchsichtig. Und kalt natürlich. Und das war so:
Als alles auf der Welt geschaffen wurde, da bekam es seine Farbe. Die Steine, der Sand, das Gold, die Edelsteine, die Pflanzen und die Tiere. Wie nun aber der Schnee vor den Schöpfer trat und auch eine Farbe begehrte, da, oh, Schreck, gab es keine Farbe mehr für ihn. Alle Farbtöpfe waren bis auf den letzten Rest leer, es klebte auch nicht mehr die geringste Farbe an einem der Pinsel. Wie traurig wurde da der Schnee. "Soll ich denn unsichtbar bleiben, wie der Wind, der durch die Täler heult?" jammerte der er. Aber da war nun nichts mehr zu machen. So ging der Schnee schließlich zu den Blumen, denn sie hatten doch die prächtigsten Farben bekommen. Er bat die Rosen, ob sie ihm ein wenig von ihrer Farbe abgeben möchten. Aber die stolzen Rosen wetteiferten untereinander selber, wer die Schönste sei, da war auch nicht eine, die etwas von ihrer Farbe abgeben wollte. Er fragte das Veilchen, aber das wandte sich nur ab. Wen er auch fragte, jede schickte ihn fort. Da kam er schließlich zu einem kleinen weißen Blümchen, dessen Blütenkopf einem Glöckchen glich. Der Schnee, war nach der vielen Fragerei schon ganz erschöpft und mutlos und er jammerte das Blümchen sehr. "Würdest du denn von meinem Weiß etwas nehmen wollen?" fragte es den Schnee zaghaft. Der Schnee nickte matt, ja das würde er gern. Da kratze das Blümchen ein wenig, ganz  wenig von dem Weiß an seinem inneren Blütenkelch ab und gab es dem Schnee. Und von Stund an und für alle Zeiten hatte der Schnee seine Farbe erhalten, er war nicht mehr unsichtbar, er war nun weiß! Und wie er sich das freute!
An der Stelle, an der das Blümchen von seiner weißen Farbe abgekratzt und dem Schnee gegeben hatte, schimmerte es grün. Und so ist es bis heute geblieben, schau nur einmal nach, wenn du ein solches Blümchen siehts. 
Der Schnee war fortan gut Freund mit dem Blümchen, und er teilte mit ihm als Dank seinen Namen: das Blümchen hieß fortan Schneeglöckchen. Er tut ihm kein Leid an, wenn er auf das Blümchen fällt. Den andren Blumen aber ist er für immer böse, er beißt sie mit seiner Kälte, wenn er sie sieht.
So, nun weißt du, woher der Schnee seine Farbe und das weiße Glockenblümchen seinen Namen hat. Und auch, warum an seinem Blütenkelch ein wenig grün hindurchschimmert!"
Ich lächelte ihm zu. "Danke, du Lieber! Danke, für deine wunderbare Erzählung. Das werde ich gewiss nie vergessen und bei jedem Schneeglöckchen schauen, ob es das Zeichen dieser Freundschaft trägt!"
Er nickte mir zu, dann wandte er sich wieder den kleinen, freundlichen Blümchen zu.
Und ich dachte: ich habe sie schon immer besonders geliebt, diese kleinen zarten Blumen, die das erste Zeichen der Hoffnung sind, auch wenn es noch kalt ist.


Hier sind sie noch einmal vereint, der Eiszwerg von Januar und der Schneeglöckchenzwerg vom Februar. Das Märchen habe ich für euch frei nacherzählt, es ist auch unter der Titel "wie der Schnee seine Farbe bekam" zu finden. 
Die Farben des Schneeglöckchenzwerges sind Hellgrün und Weiß (Körper) , die Schuhe sind Erdbraun. Beide Wichtel haben bereits ihre Reise angetreten und sind gut angekommen, ich freu mich!

Wer so einen Wichtel, oder ähnliche, stricken möchte, findet die Anleitung im Buch 
"Zwerge" - im Verlag freies Geistesleben.
Wer gerne einen hätte, aber nicht stricken kann und niemanden findet, der es für ihn machen kann, darf mir gern eine Email schreiben. Ab und an habe ich Zeit und kann einen Zwerg auf die Reise schicken.

Habt eine feine Zeit,

Sonntag, 3. Januar 2016

Das Wichtelwunder geht weiter....

Was ist hier nur los? Es ist Januar, aber von Schnee und Eis - keine Spur. Mal verhüllt der Nebel die Welt, mal strahlt einer blauer Himmel auf uns herab, aber richtiges Winterwetter ist nicht in Sicht. 
Also muss ich mich wohl doch selber auf den Weg machen und den Schneewichtel wecken gehen...
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Ich wandere durch den Wichtelwald, halte die Augen offen und hoffe irgendwo den Eingang in seine Höhle zu finden. Erschöpft lasse ich mich nach stundenlanger Suche auf einen umgestürzten Baum sinken. Und dann müssen mir irgendwie die Augen zugefallen sein...
denn plötzlich...
***
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*
.... stehe ich in einer eisigen, weißen Höhle...


Schneeflöckchen flirren in der Luft, der Atem kommt in kleinen weißen Wölkchen aus meinem Mund. Und da, vor mir, bei einem weißen Stein, da steht er, 
der Schneewichtel!
Ich beuge mich hinunter, ich flüstere: "Guten Tag, lieber Schneewichtel, könntest du bitte, bitte dafür sorgen, dass es auf der Erde anfängt zu schneien. Schau, all die Kinder, die Schlitten und  Skier bekommen haben, die warten doch so sehr... und der Erde täte es auch gut, wenn du ihr ein weißes Kleid überlegen würdest!"


Er lächelt, etwas verschlafen, und schnipst mit Daumen und Zeigefinger und schon liegt sie da, eine feine, große, glitzernde Schneeflocke!


Er lächelt stolz. Ich hauche in meine kalten Hände. 
"Ich kann dir auch noch einen Eiskristall zaubern!"
verspricht er. 
Dann zerreibt er etwas Schnee zwischen seinen kleinen Händen....
öffnet sie und voller Staunen sehe ich eine kleinen Kristallkugel!


"Die darfst du dir mitnehmen. Das ist ein Wunschkristall! Häng ihn an dein Fenster, wenn die Sonne hindurch scheint dann wird er dir lauter fröhliche Farben schenken! Und du darfst ihm deine heimlichen Wünsche anvertrauen!"
Behutsam nehme ich den Kristall in die Hände. Ich staune, denn die kleine Kostbarkeit schmilzt nicht...


"Wirst du es bald schneien lassen auf der Welt?" frage ich den Schneewichtel.
"Ja, bald, bald..." nickt er. "Ich muss nur noch die Schneewolken rufen. Und mich auf eine Tasse Eistee mit Frau Holle verabreden. Mach dir mal keine Sorgen!"

Zum Abschied winkt er mit seiner kleinen Hand.
Ich drehe mich noch einmal um.
"Danke, lieber Schneewichtel!" flüstere ich,
"danke für alles!" und halte meinen Wunschkristall fest in der Hand.

Dann wache ich auf. Die Dämmerung kriecht in den Wichtelwald. Mich fröstelt.
"Ich muss wohl kurz eingenickt sein auf dem Baumstamm", denke ich. "und dann habe ich wohl geträumt..." Da spüre ich etwas in meiner Hand. Ich öffne sie, da liegt die Gabe des kleinen Schneewichtels, mein Wunschkristall....

"Was für eine schöne Neujahrsgabe!" denke ich.
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Ihr Lieben, ich wünsche Euch allen ein wunderbares, gutes neues Jahr!
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Geschichten aus dem Wichtelwald soll es in diesem Jahr einmal im Monat geben.
ich bin schon gespannt, wen ich im Februar treffe, ihr auch?
Wer ähnliche Wichtelmänner stricken möchte, findet alles dazu hier,
wer lieber einen "adoptieren" möchte, schreibt mir eine Email.
In kleiner Auflage kann ich sie ab und an auch auf Reisen schicken. 

*
habt es recht fein,

verlinkt mit Creadienstag

Montag, 7. Dezember 2015

Wichtelwunder...

Wichtelmännchen im Haus 
hilft gern dem Nikolaus,
in allen Ecken 
will's was verstecken...

klipper-di-klapp,

treppauf und treppab.

Nüsse und Mandelkern

speist's für sein Leben gern
und auch der Weihnachstbrei
ist ihm nicht einerlei.
Hörst du sein Glöckchen, ja?
- dann war er da!




Der kleine Weihnachtswichtel, selbst gestrickt nach Art der "Waldorfzwerge"
ist schon weiter gereist... über die Berge... zu zwei netten Kindern....
der nächste ist schon, klipperdiklapper, im Anmarsch... ; )

ich wünsch Euch eine feine Adventswoche!

(Wichtelverslein: von mir )
wird gezeigt beim Creadienstag

Sonntag, 19. Juli 2015

Schiff ahoi...

ach, der gute alte Schulatlas musste herhalten - 
klein gefaltet und verpackt...


ausgepackt und zurecht geschoben:


aufgefädelt auf Nylonschnur und nach jedem Boot mit einer kleinen "Stopper-perle" versehen.
(Die ist jetzt unsichtbar, innen in der Spitze des Bootes verborgen und sorgt dafür, dass nicht alle Boote , schwups, übereinander rutschen, sondern hübsch Abstand halten.)


am Schluss noch eine dicke blaue Glasperle als Gewicht -
voilá: fertig ist die 
"Urlaubs-Stimmung-ich-freu-mich-es-ist-Sommer-Kette"

eine hängt an unserm Fenster
und zwei dürfen frisch verpackt nachher sogar noch auf Reisen gehen.

Ich wünsch euch allen eine frische Briese!
Habt es recht schön!

der Beitrag geht auch zum Creadienstag, schön, mal wieder dabei zu sein!


Montag, 16. März 2015

Blue Bird of Happiness

Blaue Vögel gelten, so klärt mich Wikipedi auf, in vielen Kulturen seit grauer Vorzeit als Glücksbringer. Mh, welche blaugefiederten Vögel gibt es eigentlich bei uns? 
Da fällt mir auf die Schnelle die Blaumeise ein. Aber ja, auch der Eichelhäher hat etwas blau in seinem Gefieder. Wie habe ich mich als Kind gefreut, wenn ich so eine blau -weiß gestreifte kleine Feder im Wald gefunden habe, ein echter Schatz war das. Ich freu mich immer noch, wenn ich eine entdecke! Der Eisvogel hingegen, den man leider sehr selten sehen kann, beeindruckt durch ein üppigeres eisigblaues Federkleid, dem er seinen Namen zu verdanken hat. Der Kleiber, der kopfüber - kopfunter die Bäume beklettert, hat einen blaugrauen Rücken .... also, es gibt sie auch bei uns, die "blue birds of happiness".

Meinen "Blue Bird of Happiness" habe ich bei Ravelry gefunden. Und weil er so nett aussah und ich noch ein fizelkleines Restchen Sockenwolle übrig hatte musste ich das kleine Dingerchen gleich nachstricken:


Ein klein bisschen kniffelig ist es schon, aber es macht Spaß und nach ein paar Vögelchen läuft das auch schon fast wie von alleine...


es gibt auch "green -red birds of happiness" - jedenfalls bei mir.
Mit Verlaufsgarn ergeben sich immer neue Züchtungen....
Ein Tipp: weil man beim Stricken so wenig Maschen auf der Nadel hat, sind die kurzen Handschuh-stricknadeln ideal, die nehme ich auch sonst gern fürs Armstulpen- oder Sockenstricken.
In weiß oder pastellfarben sehen die Vögelchen bestimmt auch sehr fein aus.
Genau das richtige für eine winzigkleine Zwischendurch - Strickerei, für ein Mitbringsel, ein Überraschungsvögelchen eben. Für ein kleines bisschen Glücklichsein für zwischendurch.

Wer Spaß dran hat, die Anleitung gibt es hier:
- mein Beitrag zum Creadienstag
und das muss ich allen begeisterten Strickerinnen einfach weitergeben:

ich wünsch euch eine schöne Frühlingszeit,



Samstag, 13. Dezember 2014

wolliges - Stulpen hat man nie genug....

In den letzten Wochen habe ich vor allem Socken gestrickt, für mich, für meinen Sohn...
dafür nehme ich gern Farbverlauf-Garne, das macht mir einfach mehr Spaß und ist nicht so langweilig. Für komplizierte Muster fehlt mir bislang der Ehrgeiz. Sockenstricken soll vor allem schnell gehen, denn die fertigen Werke verschwinden dann ja doch meistens unter der Hose und in den Schuhen... Für die "diesjährigen" Socken habe ich ein paar Knäule aus der Serie Strata Color von Schachmayr erwischt, alle mit sehr langem Rapport und schönen Verläufen.

Die Bilder der Sockenparade erspar ich euch, es sind eben Socken.
Aber was macht ihr eigentlich so mit den Wollresten, die beim Sockenstricken anfallen?
Hier liegt schon eine ganze Weile die Anleitung für ein paar herrliche Strickstulpen, Pulswärmer. Sie hören auf den schönen Namen "Kunigunde", das klingt nach Ritterfräulein, oder?

Dafür habe ich jetzt mal die Wollreste einer Sockenarbeit genommen und genau 33 g für beide Stulpen verbraucht. Warum nehme ich Sockenwolle für Armstulpen? Ganz einfach, die kann ich problemlos in die Waschmaschine stecken. 
Sie sind ziemlich warm, also genau richtig für den heran nahenden Winter.
Weil der Rapport bei dieser Sockenwolle sehr lang ist, habe ich nicht abgewickelt um den genau gleichen Ansatz für die zweite Stulpe zu haben. Darum sind sie etwas unterschiedlich. Was soll's.

Hier kommt meine Version der Kunigunde. Ich habe 2 klitzekleine Änderungen vorgenommen, aber im Grunde ist alles wie in der Anleitung gestrickt worden. Ich habe nur auf den Anfang des Originals verzichtet und die letzte Zunahme bei den Spicken, und hab mit einer gehäkelten Mäusezähnchen Reihe abgeschlossen, im Original ist der Zähnchenabschluss gestrickt.


Es ist ja so nett - wenn ich mal wieder Stulpen auf den Nadeln habe, kommt prompt der verwunderte Kommentar meines Mannes: "... aber du hast doch schon Stulpen!"  
ja, natürlich, aber, gell, Stulpen hat frau nie genug.

Danke "Spinnig Martha" für die schöne Anleitung und die ihr   hier  finden könnt.


Das nächste Mal zeig ich euch eine andre kleine Strickerei, bei der sich die Reste vom Sockenstricken gut machen....

habt einen feines 3. Adventswochenende!!!