Freitag, 29. August 2014

Zurück-Kommer



 Nun gehöre ich auch wieder zu den Zurück-Kommern...
Wie beinahe jedes Jahr fahren wir im Sommer nach Schweden, tauchen ein in Landschaft, Leute und Sprache. Und haben es jedes Jahr aufs Neue schwer, wieder aufzutauchen. Uns muss man schon fast wieder auf die Fähre prügeln. Ein sehnsuchtsvoller Blick zurück, wunderbare Eindrücke im Gepäck und den glasklaren Vorsatz: nächstes fahren wir wieder hin!

Die erste Reise-Etappe führte uns nach Lysekil, einer kleinen Stadt an der Küste, etwas nördlich von Göteborg. In diesen Tagen wurde dort ein Women World Cup im Segeln ausgetragen. Alles konnte direkt von der Kaimauer aus mitverfolgt werden. Spannend, sag ich euch. Auch wenn ich eine alte Landratte bin, es hat mich fasziniert!





seht ihr die jubelnde Gewinnerinnen-Frauenschaft. 


Für heute grüß ich euch mit diesem schönen Leuchtturm von Lysekil.
Ach ja, eine Frage stelle ich mir wohl jedes Jahr:
was nehme ich mit aus den Ferien?
Also, klar, meine kleinen Loppisfynder (Flohmarktschätze), aber was nehme ich im Herzen mit?
Ich möchte mir diese stillen Zeiten bewahren, wenigstens ein paar davon. Und den All-Tag weniger vollpacken.
Was nehmt ihr mit?



Sonntag, 13. Juli 2014

Hänschen im Blaubeerenwald....

Kennt ihr auch das schöne Kinderbuch von Elsa Beskow,
"Hänschen im Blaubeerenwald" hieß es in einer älteren deutschen Übersetzung, die ich als Kind sehr liebte, inzwischen heißt es in der neuen Ausgabe, ganz schwedisch: Lasse im Blaubeerenwald.
Ein kleiner Junge will für seine Mutter Blaubeeren und Preiselbeeren sammeln und gerät dabei in eine wundersame verträumte Welt. Am Ende werden Blaubeerenjungen und Preiselbeerenmädchen ihm helfen, seine Körbchen zu füllen...


An dieses Buch hat mich die Stickerei aus dem Verlag Acufactum erinnert, die ich in dem Buch "Schwedensommer" gefunden habe. Heute ist das kleine Kunstwerk fertig geworden. Ich habe das Stickbild nicht gerahmt, wie es die Idee im Buch vorsieht, sondern in einen Kissenbezug eingepasst.


So stimme ich uns hier auf die Ferien in Schweden ein.
Ein paar Wochen müssen wir noch warten, aber bald, bald werden wir uns wieder auf den Weg machen...




Das Stickbild ist das erste Projekt, das ich aus dem Buch verwirklicht habe, 
die nächste Idee ist schon im Anmarsch.
Und weil es in dem Buch ausser Stickerei sogar etwas zum Aussägen gab, 
hatte auch der Mann schon was zu tun....
das zeig ich später mal.

Stickvorlage: "Schwedensommer" Verlag Acufactum.
 Motiv: "fruchtiges Beerenherz"
Garn: Vaupel&Heilenbeck (Wuppertal)
12 fähiges Leinen, ungebleicht
Ich bestelle das Garn und den Stoff gern bei "Stickteufelchen.de"

(Hinweis: die Texte zu den Bildern sind frei erfunden und nicht aus dem Buch zitiert.)

Habt es fein,


Sonntag, 22. Juni 2014

Cobario - Musik im Blut




Gauklerfest 2014 in unserer Stadt - und wieder dabei: "Cobario" aus Wien.
3 Musiker - und ihr "Mädchen - für - alles" mit Sonnenbrille und Hut.

Man nehme:
2 Gitarristen und einen Geiger,

ganz viel Fingerspitzengefühl 
in 6 Händen,
das Lebensgefühl aus
Südamerika,
dem Orient,
dem Balkan,
mixe alles,
gebe etwas Feuer dazu,
Lust und Leidenschaft...

heraus kommt
eine Musik, die nach Sommer schmeckt.
nach Rotwein und Leichtigkeit,
nach einem Abend, 
an dem man barfuß auf warmen Pflastersteinen tanzen will.





Wenn Musiker so spielen, dass man spürt: sie lieben ihr Instrument,
sie lieben ihre Musik,
sie sind ganz in dem, was sie gerade tun -
dann stimmt es, dann steckt Musik im Blut.

Wer mehr wissen will, kann hier nachlesen, wer "Cobario" sind.
Auf alle Fälle sind sie mehr als "nur" Straßenmusiker. Viel mehr.
Seit sie den 1. Preis beim Klezmerfestival in Salzgitter gewonnen haben, dürfen sie sich sogar "Könige der Straßenmusik" nennen - gratuliere!
Und so spielen genau dort: auf der Straße. Nicht nur da, aber eben auch auf der Straße.
Und es macht so irrsinnig Spaß ihnen zuzuhören!

Habt einen guten Start in die neue Woche!

*
wünscht euch, die JULE

Mittwoch, 18. Juni 2014

"Minnesdag"




Danke, mein Liebster, für diese, unsere gemeinsame Zeit.
Diese kostbare Zeit voller Leben,
Lachen, weinen, 
zanken, versöhnen,
staunen,
überraschen,
lieben,

noch einmal Ja-sagen?
JA!
Jeden Tag aufs Neue.

Gott segne uns ein weiteres gutes, gemeinsames Jahr


Freitag, 13. Juni 2014

Der Ball ist rund....

... aber nicht jeder Ball hat ein Mäuseschwänzchen!

(Tutorial am Ende)

Seit den Osterferien stecke ich voller Elan in einer Weiterbildung.
Wenn ich nicht gerade an den Fortbildungsterminen teilnehme, lese ich mich durch Bücher zum Thema "Rhythmik". 
Rhythmik ist eine pädagogische Arbeitsweise, in der Musik und Bewegung verbunden werden. Den Kindern werden Erfahrungsräume eröffnet, es darf experimentiert werden, alleine, zusammen, es darf gestaunt und gelacht, getanzt, gesungen, gestampft und geklatscht werden.
Die Musikalische Früherziehung hat viele Elemente der Rhythmik.


M. Scheiblauer, die die Rhythmik geprägt, unterrichtet und gelebt hat,
drückt den Weg der Lernerfahrung durch die Rhythmik so aus:

"Erleben - Erkennen - Benennen"



In einem der älteren Rhythmikbücher, die ich mir in der letzten Zeit zugelegt habe,
wurden diese kleinen Bällchen beschrieben.


"Mäuschenball" nennt B. Holzapfel sie in ihrem Buch "Rhythmische Bewegungsspiele"


Für die Rhythmik mit unter 4 Jährigen sind sie gedacht.
Ich bekam sofort Lust, meine Baumwollvorräte zu sichten und viele kleine Mäuschenbälle zu häkeln.


Die Beschreibung im Buch ist knapp:
"schließen sie 3 Luftmaschen zu einem Ring und beginnen sie eine Kugel zu häkeln."
???
Ich musste schmunzeln, war es Ende der 70er Jahre jedem klar, wie das gehen soll?

Ich hab ein bisschen probiert - dann hatte ich den Dreh raus!
Und weil es so viel Spaß macht, diese Bällchen zu häkeln und weil es so schnell geht, 
hab ich es für euch aufgeschrieben:

MÄUSEBÄLLCHEN - TUTORIAL

Baumwollhäkelgarn, z. B. Quattro von Lang 50g, 120m
Häkelnadel Nr.3
Stopfmaterial

M=Masche
LM = Luftmasche
FM = feste Masche
R = Runde

1. R:    5 LM zu einem Ring schließen.
2. R:   In jede M 2 FM häkeln = 10 M sind im Ring
3. R: in die 1. M 1 FM, in die 2. M 2 FM , insgesamt 5x wiederholen = 15 M
4. R: in die 1. + 2. M je 1 FM, in die 3. M (also zwischen die 2 FM der Vorreihe) 2 FM, 
insgesamt 5 x

Diese R insgesamt 7x wiederholen. Die Zunahmen liegen immer übereinander, es entsteht ein 5 Eck. Mit jeder R erhöht sich die M Zahl um 5 M.

Nach insgesamt 7 R mit den Zunahmen aufhören und 6 R ohne Zunahme häkeln.
 Im unteren Teil des Bällchens wurde an den Zunahmepunkten 2 FM gearbeitet, nun wird beim Abnehmen immer eine M übersprungen, damit das Bällchen gegengleich gearbeitet wird.
Runde um Runde wird so gearbeitet, bis ein fingerdickes Loch bleibt.
Nun wird das Bällchen mit Füllwatte gestopft, möglichst fest.
Dann das Bällchen beenden, die Runden wie beschrieben weiter häkeln, bis das Loch ganz geschlossen ist. 
Für das Schwänzchen den Faden nun doppelt nehmen, ich habe einfach eine lange Schlaufe gemacht und mit dem doppelten Faden durch die letzen 2 M gehäkelt, die das Bällchen verschlossen haben. am Ende des Schwänzchens habe ich dann nur die letzten Zentimeter durch die letzte M gezogen, fertig.
2 Fäden sind zu vernähen: der Anfangsfaden und der Endfaden, der durch das Doppelt nehmen zum Schluss am oberen Teil des Bällchens liegt, nun kann man da auch noch alles ganz "dicht" nähen, falls nötig.

Mh, es häkelt sich bedeutend leichter, als eine Beschreibung zu schreiben.
Ich hoffe, ihr kommt klar damit, wenn ihr es ausprobieren wollt!


Sonntag, 13. April 2014

Notwendigkeiten





ich mach heut blau,
flüsterte das zarte, weiche Strickgarn....


ich weiss....
seufzte die Traubenhyazinthe....


Strickgarnkauf ist nicht unbedingt ein Frage der Notwendigkeit,
eher seltener sogar.

Es ist aber, wie der Kauf von Blumen, 
Nahrung für die Seele.
Jetzt, da ich den Strang auf der Haspel habe und zu einem Knäul wickle,
freue ich mich darauf, das Tuch, dass ich daraus stricken werde, 
im Sommer zu tragen,
und viele vorfreudige Bilder steigen auf.

Darum liebe ich es, Wolle zu kaufen,
zu stricken,
das Gestrick zu tragen...
weil es mehr ist, als einen neuen Schal oder eine neue Jacke zu kaufen,
- versteht ihr das?

*

Beim "Fotoshooting" dabei waren:
Mohair/Seidengarn von Zitron, Filisilk, ein 100g Strang - ein Tuch,
bin drüber gestolpert beim Stadtbummel in Tübingen,
schnell angestrickt, bevor die Mermaid wieder weiter wachsen will... supersoft!
Weiße "Baurebüble" auf dem Markt erstanden, 
die bring ich der lieben Kollegin, weil sie letztens sagte, sie hätte keine gefunden...
Kleine Kompottschale von "Gustavsberg" Schweden, herrlich altes Geschirr,
(ähem, das bleibt hier, nur die Blumen wandern weiter.)

*

Habt einen schönen Start in die Woche!!!


Dienstag, 8. April 2014

apple blossom - mein Schultertuch

Vor einiger Zeit fragte ich meine, ebenfalls strickende, Freundin Rosalie:
"Kennst du eine Anleitung für ein einfaches, sich beinahe von selber strickendes Schultertuch?"


Ich hatte mir von meiner Islandreise gefühlt einen halben Koffer voller Islandwolle mitgebracht.
Unter anderem auch diese Farbe, rosa-weiß meliert,
beim Fotoshooting hat es so gut zu dem alten Apfelbaum gepasst...
jetzt hat das Tuch auch endlich einen Namen!


 Ich wollte also mein Plötulopi - Garn  verstricken. 
Es ist ein ungezwirntes und nur ganz leicht gesponnenes Garn, 
aus dem ich bereits eine Strickjacke genadelt hatte.
Das Garn hat es in sich, man muss vorsichtig stricken, sonst reißt der Faden, aber man kann ihn auch ganz problemlos einfach wieder aufnehmen, ansetzten und für 3 Maschen doppelt nehmen und weitergeht es...


Mir schwebte ein etwas "rustikales" Tuch vor.
Ein bisschen wie aus der Zeit, als Frauen über ihre Kleider anstelle einer Strickjacke schnell ein Tuch warfen,
über der Brust verkreuzt, am Rücken gebunden, wenn sie die Hände frei haben wollten.


Ein Tuch für alle Fälle,
für laue Sommerabende,
ein Riesenschal im Winter,
ein ich-kuschle-mich-hinein - Tuch...


"Mach doch ein Mara-Tuch!"
hat mir Rosalie geraten.
Und wirklich, es ging flott von der Hand!
Das Tuch wird von oben, von der Mitte her angefangen, 
es wächst und wächst und ich musste nur aufpassen, am Ende noch genug Wolle für den Rüschenvolant übrig zu behalten.


Jetzt trage ich es schon eine Weile.
Es ist wunderbar leicht, gerade 200g wiegt es.
Kuschelig, behaglich. Ja, Islandwolle ist nicht mit Alpaka zu vergleichen, 
aber das wusste ich ja. Aber das bisschen kratzig kann ich gut vertragen.

Es hat sich in den ersten Wochen etwas gedehnt, gut so.
Jetzt reicht es von der Schulter bis zum Po...
Mittlere Länge 75cm
"Flügelspannweite" 210 cm


Die Anleitung für das Maratuch habe ich HIER gefunden.
Plötulopi Garn bekommt man zum Beispiel HIER

Macht es euch auch so fröhlich, etwas mit den eigenen Händen zu werkeln?

das Apfelblüten-Schultertuch zeige ich am Creadienstag und am Donnerstag beim RUMS

*
Danke für die netten Worte zu meiner Mermaid und zu meinem Handtascheninnenleben... 
Das mit dem Handtaschenorganizer ist eine sehr gute Idee!!!!
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fröhliche Frühlingsgrüße, schickt euch